Main photo Der Regenschirm - Gesamtausgabe

Der Regenschirm - Gesamtausgabe

  • Von Dephord
  • 791 Aufrufe
Mein Name lautet "Sora Kasai", 2. Klasse, Oberstufe, weiblich, verliebt in meine Kohai (Junior), aus der ersten Klasse. Sie heißt "Kokone Akao". Heute ist Montag. Montag. Normale Menschen hassen ihn, ich aber liebe ihn. Denn heute sehe ich Kokone wieder. Kokone, meine Liebe. Sie ist ein Jahr unter mir, aber nur einen Monat jünger. Ein Monat, wäre sie einen Monat später geboren, wären wir in der gleiche Stufe. Dann müsste ich nicht jeden morgen am Bahnhof warten, um sie zu sehen. Dann könnte ich sie einfach im Klassenraum ansprechen. Aber so muss ich, jeden Tag, ihr wie ein Stalker folgen. Wobei, ich bin sogar ein Stalker. Naja, heute morgen sehe ich sie wieder. Kokone. Die Süßeste an meiner Schule. Ihr Gesicht, mit zärtlich rosaroten Wangen, einem niedlichen, kleinem, Mund und großen Augen. Augen, so groß wie ein Vollmond. Nein. So groß, wie ein Supermond. Dazu braune Augen, aber kein dunkles Braun, sondern ein Braun, so hell wie eine Eiche. Ein braun, in dem sich alle Farben finden lassen, ein Braun, dass mein Herz schmelzen lässt. Dazu diese Wangen, so zärtlich, so glatt. Sie sehen so aus, als ob sie das unschuldigste Wesen auf dieser ganzen Welt wäre. Dazu ihr Mund, so klein, dass man sich fragt, wie sie damit essen kann. So klein, dass man ihn einfach nur küssen möchte. Mein Blick schweift etwas zur Seite, zu ihrem Haar. Es ist, genau wie ihre Augen, braun. Diesmal aber eher ein dunkleres Braun, dass sich, wie ein Wasserfall, um ihre Schultern, Rücken und Brüste, bis hin zu den Hüften, schlängelt. So anmutig, dass man, mit seiner Hand, durch dieses fahren möchte. Heute scheint ihr Ranzen größer zu sein, oder bilde ich es mir nur ein? Bestimmt, denn warum sollte ein zärtlich gebautes Mädchen, wie sie es ist, mehr trage, als nötig?Anmutig, wie immer, geht sie langsam zur Schule. Ich folge ihr. Auf dem Schulweg sehe ich sie, mit ihren Freundinnen redend. "Warum redet sie mit diesen Menschen?", denke ich mir. Dabei ist die Antwort so einfach, ja offensichtlich, sie sind in derselben Klasse. Wie gerne wäre ich an ihrer Stelle, neben Kokone. Langsam kommen wir in der Schule an, und begeben uns zu unseren Klassenräumen. Das Atmen fällt mir schwer, denn heute sehne ich mich nach ihr. So sehr, wie noch nie zuvor. Die Tür quietscht. Sofort schaue ich zur Tür, und hoffe, dass sie es ist. Doch sie ist es nicht. Es ist nur unser Lehrer, und so beginnt ein weiterer Tag in meinem traurigen Leben. Da wir bald Tests haben, geht jede nach der Schule nach Hause. Nicht jeder, ich bleibe noch etwas. Etwas, in der Hoffnung, sie durch eines der Fenster in meinem Klassenzimmer sehen zu können. Ich kann es nicht. Geht sie vielleicht in den Massen unter? Wobei... ich kenne niemand anderen, der eine solche Haarfarbe hat. Weder im echten Leben, noch aus Bildern. So sitze ich am Fenster, und schaue sehnsüchtig aus diesem, in der Hoffnung, sie erblicken zu können. Leider kann ich es nicht. Es scheint, als ob alle Schüler gegangen wären. Zudem hat es angefangen, zu regnen. Hatte Kokone deshalb vorher mehr mit sich getragen? War es ein Regenschirm? Deprimiert gehe ich zu meinem Tisch, nehme meine Tasche, und möchte gehen. In diese kalte, graue Welt. Eine Welt, in der meine Liebe niemals akzeptiert werden kann. Plötzlich klopft es an der Tür. Mein Herz rutscht mir in die Hose. "Ist es... Kokone?!?", an etwas anderes kann ich nicht mehr denken. "E... E... ENTSCHULDIGEN SIE!", hallt es von der anderen Seite. Diese Stimme, trotz Lautstärke so ruhig, aber trotzdem entschlossen, erpackt mein Herz. Sie ist es, meine einzig wahre Liebe, Kokone. "Ja... komm rein", stottere ich. Sie öffnet langsam die Tür. "Ich hab gesehen, dass du heute keinen Regenschirm hast. Und da du immer länger in der Schule bleibst, dachte ich, dass wir ihn ja teilen könnten. Auf unserem weg nach Hause". Dies sind ihre Worte. Mehr nicht. Mein Herz springt, wie wild, es will nicht mehr aufhören. "Also... Äh... nur wenn du willst, Senpai. Wir müssen nicht, es war... nur eine Idee", sagt sie, den Tränen nahe, "Ich weiß, dass ich... dass du... mich... kaum kennst... Aber ich sehe dich jeden morgen und... weißt du... Nun ja... irgendwie..." "Ich liebe dich.", komme ich ihr zuvor. "WIE? WO? WAS? Aber... ich... bin ein... Mädchen, wie du. Wie kannst du...", bringt sie, vor Tränen überflutet, hervor. "Weißt du, Liebe kennt keine Grenzen. Seit ich dich gesehen habe, liebe ich dich...", flüstere ich. "Ich... Ich liebe dich auch. Jeden morgen sehe ich dich, mit diesem ernsten Gesicht, so als ob du etwas wichtiges zu tun hättest. Und in den letzten Wochen... habe ich mich... in dieses Gesicht... ver... ver...", mittlerweile ist es kein Sprechen, sondern eine Kampf gegen die Tränen, "VERLIEBT!" Mein Herz. Es... stoppt. Für 2 Sekunden "Ich... Ich bin so..." "glücklich?", beendet sie den Satz. "Ja... das stimmt.", sage ich. Mir kommen auch Tränen, Tränen der Freude. "Nun... wollen wir... zusammen... nach.. Hause gehen?", stellt sie ihre Frage nochmal. "Liebend gern!", antworte ich, und falle ihr dabei um den Hals. So gehen wir zusammen nach Hause, gleichzeitig den Regenschirm, aber auch unsere Hände haltend. Damit ist mein Wunsch in Erfüllung gegangen, und die Welt hat ihr Farbe wiedererlangt. Am nächsten Morgen wache ich früher auf als sonst, ist es Vorfreude? Wahrscheinlich, denn heute wird der erste Tag sein, an dem ich, Sora Kasai, mit meiner Freundin Kokone Akao zur Schule gehe. Wie jeden Tag, esse ich Brot am Morgen, doch heute schmeckt es besser als sonst. Allgemein ist die ganze Welt seit gestern besser, bunter, fröhlicher, lebendiger und lebenswerter als normal. Ist es immer so, wenn man verliebt, nein, ein frisches Paar ist? Wenn ja, dann möchte ich, dass es niemals endet. Meine Mutter fragt, ob heute irgendetwas besonders sei, da ich die ganze Zeit lächele. Aber kann ich ihr wirklich sagen, dass ich, als Mädchen, seid gestern eine Freundin habe? Naja, sie wird sich schon nichts falsches dabei denken, also geht es schon "Du, Mama, ich hab seit gestern eine Freundin", teile ich ihr, mit dem wohl fröhlichstem Gesicht aller Zeiten, mit. "Es ist deine erste, seit du an der neuen Schule bist, oder? Wie ist sie denn so? Geht sie in die gleiche Klasse?", fragt sie mich aus. "Wie sie ist? Sie ist super süß, mit ihren Augen, so wunscherfüllend wie eine Sternschnuppe, ihr Gesicht, so verzaubernd, wie... ", erzähle ich von ihr und kann dabei gar nicht mehr aufhören. Lachend entgegnet sie nur so etwas wie "Dann Pass Mal darauf auf, sie nicht zu vernaschen, OK?" Ein wenig später verlasse ich das Haus, und hoppse zum Bahnhof. Ich schaue auf meine Uhr und stelle fest, dass ich früher als sonst da bin. Aber es macht ja rein gar nichts, da sie so oder so kommt. Mit Gedanken dieser Art betrete ich den menschenleeren Bahnhof, nein, eine Person steht dort. Kann es sein... Aber es ist unmöglich... Langsam nähere ich mich ihr, sie scheint mich nicht zu bemerken, und umarme sie von hinten. "Guten Morgen, Akachan!", rufe ich dabei. "Wahhh! G... G... Guten MORGEN!", erwiedert sie, sichtbar geschockt, auf meine Begrüßung. "Nun dann, wollen wir los, zur Schule? Irgendwo werden wir schon in Zweisamkeit sein können.", frage ich sie, mit einer Stimme, so süß, als ob ich aus Zucker wäre.  Ob man sich als Paar so fühlt? Wenn ja, möchte ich für immer so verweilen. "Ge... Gerne.", antwortet sie. Also brechen wir gemeinsam auf, Händchen haltend, aber etwas schweigend. Plötzlich stoppt Akachan und fragt, wie immer, mir ihrer leisen, aber doch so niedlichen Stimme, ob ich sie nicht am Kopf streicheln könnte. Natürlich strecke ich meine Hand aus, und berühre ihr Haar. Es ist so zart und sanft, wie ich es mir immer vorgestellt habe. Während ich mit meiner rechten Hand ihr halte, fährt meine Linke sorgsam durch ihr Haar. Ich möchte, dass sie sich wohl fühlt. Aber gleichzeitig möchte ich auch jedes einzelne Haar berühren, ja wissen, was es einzigart macht. So legt sich meine Hand schließlich auf ihren Kopf, und bleibt dort liegen. Zeitgleich gehe ich mit meinem Kopf runter, und Spitze meine Lippen, um ihr einen Kuss zu geben. "La... Lass... Das...", flüstert sie. "Ich kann dich nicht hören, du musst lauter sein, als mein Drang, Sachen mit dir zu machen" "Du... Du kannst... Alles... Machen. Warte nur, bis... Bis wir zu... Zweit... Sind, OK?" "Sind wir nicht zu zweit?" "Das schon... Aber..." Und ich verpasse ihr einen Kuss, direkt auf ihr Haar. "WA... du solltest doch warten", sagt sie, leicht traurig ", Wie soll ich jetzt... Dich... Noch... Küssen? Ich wollte... Doch... Den... Ersten Schritt... Machen..." "Das kannst du immer noch, wir haben noch soviel vor uns, da zählt das gerade doch gar nicht", sage ich, halb zu ihr, halb, um mich selbst zu beruhigen. Mein Herz scheint bei einem Puls von 180 angekommen zu sein. Meine Gedanken drehen sich nur noch um die Person vor mir, und einer gemeinsamen Zukunft. Eine Zukunft in dieser Welt, dieser Welt voller Farben. Diese Welt mit Akachan. Nur in dieser kann ich leben. Diese Welt, so bunt wie nie zuvor, niemals möchte ich sie verlassen. In der Schule angekommen, sehe ich ein leeres Klassenzimmer. "Wollen wir uns hineinbegeben?", frage ich, mit einer leicht erotischen Stimme, "Es gibt so vieles, das ich mit dir machen möchte." "J... Ja. Wir kö... können dort... hinein... gehen.", antwortet Akachan. Mit dieser Antwort öffne ich die Tür, und ziehe sie hinein. Was soll schon groß passieren? Es ist über eine Stunde zu früh, wir sollten, neben den Lehrern, die einzigen Personen in diesem Gebäude sein. "Darf ich...?", frage ich, hoffend, dass sie versteht, was ich meine. "Nein... Ich... Möchte... A... Ah... ANfangen!", lautet ihre Antwort, etwas selbstbewusster, als normal. Und so beginnt sie, mein Haar zur Seite zu schieben. Als ihre Hand mich dabei berührt, fährt ein Schock durch meine Haut. Ich hätte mir niemals vorstellen können, einmal in dieser Situation zu sein. Alleine, mit Akachan, dem süßestem Wesen dieses gesamten Planeten. Während sie also mein Haar zu Seite schiebt, kommt sie mit ihrem Kopf näher. Mein Herz schlägt immer schneller, aber jetzt noch einen Rückzieher machen? Ich bin ihre Senpai, ihr Vorbild. Wenn ich aufgebe, wird das hier niemals etwas... So schließe ich meine Augen, um nicht sehe zu müssen, wie sie näher kommt. Schweißperlen bilden sich an meiner Stirn und mir wird heiß. "Nur noch ein bisschen", denke ich mir. Ich fühle ihren Atem an meinem Gesicht. Er ist ungleichmäßig. Mein Gesicht entspannt sich, denn immerhin fühle ich nicht alleine so. Aber... warum fällt mir dieser Kuss so viel schwerer, als der zuvor? Gibt es dafür einen Grund? Natürlich, denn dieses Mal teile ich... teilen wir... unsere... Münder. Eine Sache, die wir beide, oder zumindestens ich, noch nie zuvor gemacht haben. Ihr Lippen berühren meine, und ich bekomme den Drang, zurückzupressen. Langsam öffnet sie ihren Mund, ich tue es ihr gleich. Ihre Zunge kommt. Ihre Zunge. Ich schrecke, etwas, zurück, doch sie lässt nicht nach. War sie nicht immer das süße, kleine, Mädchen? Warum ist sie jetzt so... aggressiv? Ihre Zunge, und somit auch ihr Speichel, dringen in meinen Mund ein. Ich kann nicht anders, und bewege meine auch in ihren. Ich spüre, wie unsere Zungen aneinander reiben. Dieses Gefühl, so unbeschreiblich gut. Meine Augen öffnen sich, und ich sehe sie. Ich sehe Akachan, und ihr Haar. Als ich versuche, in ihre Augen zu sehen, erschrecke ich mich. Sie sind noch niedlicher, noch verletzlicher, aber dafür schuldiger, als normal. Meine Hände können nicht anders, als sie fest zu umarmen. Ich fühle mich so, als ob wir für immer eins wären. Als ob diese Welt ab jetzt, für immer, ihre Farben behält. Ich spüre, wie auch sie versucht, mich an sie zu drücken. Unsere Zungen, nun fest ineinander verschlungen, bewegen sich kein Stück mehr. Mein Hand, ohne Kontrolle, geht zu ihrem Rock, und hebt ihn hoch. Kein Widerstand. Sie geht weiter, und streichelt ihre Beine. Ich spüre kein einziges Haar, es ist so glatt, wie die Haut, eines Babys. Es fühlt sich so gut an. Sie tut es mir gleich, und ich spüre ihre Hand an meinem Bein. Es fühlt sich so an, als ob ich keinerlei Schutz hätte. Als ob ab jetzt alles passieren könnte, und es wäre mir egal. Aber das ist es auch. So bleiben wir dort stehen, küssen und streicheln uns. "Ding Dang Dang Dong!", die Glocke läutet. Ich möchte sie wegschubsen, um nach der Uhr zu sehen. Es kann unmöglich soviel Zeit vergangen sein. Zumindestens nehme ich meine Hand weg. Plötzlich öffnet sich die Tür, und eine Schülerin steht in der Tür. Sie steht dort, mit einem entsetzten Blick. Wahrscheinlich hat sie soetwas noch nie zuvor gesehen. Ich versuche meine Zunge zu lösen, doch Akachan hat mich fest im Griff. Ihr scheint gar nicht aufzufallen, dass dort jemand steht. Doch die Schülerin steht dort, mit einem Gesicht, als ob sie gleich sterben könnte. Es ist kreidebleich. Nein, es ist noch bleicher. SO bleich, dass es mehr an einen Geist, als Menschen erinnert. Meine Welt verliert einen Teil ihrer Farbe. "Was soll ich tun? Ich kann Akachan nicht zur Seite schubsen, aber ich kann auch nicht so verweilen..." Gedanken dieser Art kommen über mich. Langsam nimmt sie ihre Hand weg, zieht ihre Zunge wieder ein, und sieht mich verwundert an. "Was... ist... los?... Warum... hast du... aufgehört...?", fragt sie mich. "A... AKACHAN?", ruft das Mädchen in der Tür verwundert, "DU HAST MICH HEUTE MORGEN ALLEINE GELASSEN, NUR UM HIER UNANSTÄNDIGE DINGE ZU TUN?!?" "Ne... Nein, Mirachan... Du... DU siehst... Das alles... Vollkommen... Falsch..." "Genau, denn ich..." "Genau, denn ich..." Meine Welt ergraut, sie ist nun wie zuvor. Kann ich es wirklich sagen? "ICH LIEBE SIE!", fällt mir Akachan in´s Wort. "Wa... WAS?!?", erschrickt das Türmädchen, nein Mira. "Ich.. ich habe... ICH HABE SIE SCHON IMMER GELIEBT! SIE IST DER GRUND FÜR MEIN LEBEN!", bricht Akachan aus, "JA, ICH... ICH LIEBE SIE VON HERZEN! ES GIBT NICHTS WICHTIGERES FÜR MICH IN MEINEM LEBEN!" "Nein! Das... DAS KANN NICHT SEIN!", ruft Mira und rennt weg. "Ich... Ich liebe dich auch, Akachan", flüstere ich, verlegen. "Ich... Ich weiß, Sotchan." "Sotchan? Was ein niedlicher Spitzname", denk ich mir, doch ich sage:"Nun denn, darf... darf ich dir etwas... erzählen? Etwas sehr, wie kann man es sagen, peinliches." "Naturlich... Es gib... Nichts... Das du... Mir nicht... anvertrauen... könntest..." "Weißt du, als Mira gekommen ist, und so verstört aussah, wollte ich lügen. Ich wollte schreien, dass ich dich dazu gezwungen hätte..." "Das...? Das habe... Ich... In deinen... Augen... Gesehen...", stottert sie, in einer vielleicht stolzeren Stimme als sonst,"Und deshalb... Vor dir... Geschrien..." "Du hast es in meinen Augen gesehen? Ich habe dich doch gar nicht angesehen..." "Du... Dümmerchen... Das war... Auch... Gar nicht... Nötig..., Natürlich... Sehe ich... Das,.., Ich... Bin doch... Deine Geliebte... oder etwa... Nicht?", antwortet sie, mit einem rotem Gesicht, und einem, ungezwungenen, Lächeln. Ihr erstes. Und damit einer weitere Farbe in meiner, nein unserer, Welt. Schmatz Ein Kuss. Auf meine Wange. Von ihr. "Nun... sollen wir... zum Unterricht... gehen?", fragt sie, mit einem traurigen Blick. "Ja, das wird wohl das Beste sein." Und so gehen wir, aus dem Klassenzimmer nach draußen, unsere eigenen Wege. Im Klassenzimmer angekommen vibriert mein Handy. Ich schaue drauf, und siehe da: Akachan hat mir geschrieben. Eine weitere Farbe erscheint in dieser Welt, der unseren. Die Nachricht lautet "Wollen wir heute zusammen nach Hause gehen?" Ich antworte "Liebend gern!" Abends, es ist schon nach 4, warte ich im Eingang der Schule. Akachan kommt, mit einem tränenüberströmten Gesicht. "ES. IST. SO. SCHRECKLICH!", schreit sie weinend, und wirft sich um mich. Ihren Kopf an meinen Bauch reibend fährt sie fort:"Alle meine Freunde haben... haben mich verlassen! Mirachan hat es jedem gesagt... und jetzt... haben sich... alle... von mir... ABGEWENDET!" Der Tränenfluss wird stärker, und mich plagen Schuldgefühle. Jetzt lebe ich zwar in einer bunten, warmen Welt, doch habe ich Akachan aus ihrer herausgezogen? Habe ich ihr gesamtes zunftiges Leben zerstört? Oder habe ich es gerettet? Auf jeden Fall kann ich dies sagen: Wenn ich zuvor gelogen hätte, wäre ich jetzt in einer kalten, traurigen, farblosen Welt, aber so werde ich eine farbenfrohe, warme, Welt erleben. ANDERES ENDE "Genau, denn ich..." Meine Welt ergraut, sie ist nun wie zuvor. Kann ich es wirklich sagen? "ICH LIEBE SIE!", fällt mir Akachan in´s Wort. "Wa... WAS?!?", erschrickt das Türmädchen, nein Mira. "Ich.. ich habe... ICH HABE SIE SCHON IMMER GELIEBT! SIE IST DER GRUND FÜR MEIN LEBEN!", bricht Akachan aus, "JA, ICH... ICH LIEBE SIE VON HERZEN! ES GIBT NICHTS WICHTIGERES FÜR MICH IN MEINEM LEBEN!" "Nein! Das... DAS KANN NICHT SEIN!", ruft Mira und rennt weg. "Ich... Ich liebe dich auch, Akachan", flüstere ich, verlegen. "Ich... Ich weiß, Sotchan." "Sotchan? Was ein niedlicher Spitzname", denk ich mir, doch ich sage:"Nun denn, darf... darf ich dir etwas... erzählen? Etwas sehr, wie kann man es sagen, peinliches." "Naturlich... Es gib... Nichts... Das du... Mir nicht... anvertrauen... könntest..." "Weißt du, als Mira gekommen ist, und so verstört aussah, wollte ich lügen. Ich wollte schreien, dass ich dich dazu gezwungen hätte..." "Das...? Das habe... Ich... In deinen... Augen... Gesehen...", stottert sie, in einer vielleicht stolzeren Stimme als sonst,"Und deshalb... Vor dir... Geschrien..." "Du hast es in meinen Augen gesehen? Ich habe dich doch gar nicht angesehen..." "Du... Dümmerchen... Das war... Auch... Gar nicht... Nötig..., Natürlich... Sehe ich... Das,.., Ich... Bin doch... Deine Geliebte... oder etwa... Nicht?", antwortet sie, mit einem rotem Gesicht, und einem, ungezwungenen, Lächeln. Ihr erstes. Und damit einer weitere Farbe in meiner, nein unserer, Welt. Schmatz Ein Kuss. Auf meine Wange. Von ihr. "Nun... sollen wir... zum Unterricht... gehen?", fragt sie, mit einem traurigen Blick. "Ja, das wird wohl das Beste sein." Und so gehen wir, aus dem Klassenzimmer nach draußen, unsere eigenen Wege. Im Klassenzimmer angekommen vibriert mein Handy. Ich schaue drauf, und siehe da: Akachan hat mir geschrieben. Eine weitere Farbe erscheint in dieser Welt, der unseren. Die Nachricht lautet "Wollen wir heute zusammen nach Hause gehen?" Ich antworte "Liebend gern!" Abends, es ist schon nach 4, warte ich im Eingang der Schule. Akachan kommt, mit einem tränenüberströmten Gesicht. "ES. IST. SO. SCHRECKLICH!", schreit sie weinend, und wirft sich um mich. Ihren Kopf an meinen Bauch reibend fährt sie fort:"Alle meine Freunde haben... haben mich verlassen! Mirachan hat es jedem gesagt... und jetzt... haben sich... alle... von mir... ABGEWENDET!" Der Tränenfluss wird stärker, und mich plagen Schuldgefühle. Jetzt lebe ich zwar in einer bunten, warmen Welt, doch habe ich Akachan aus ihrer herausgezogen? Habe ich ihr gesamtes zunftiges Leben zerstört? Oder habe ich es gerettet? Auf jeden Fall kann ich dies sagen: Wenn ich zuvor gelogen hätte, wäre ich jetzt in einer kalten, traurigen, farblosen Welt, aber so werde ich eine farbenfrohe, warme, Welt erleben.
Gepostet in Romantik, Girls Love

Empfohlene Veröffentlichungen